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BassMuseum Music Man Stingray 5 1988



Music Man Stingray 5 in Blueburst 1988 Liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich einen wunderschönen und seltenen Music Man Stingray 5 vorstellen. Der große Erfolg von Music Man-Bässen ist weltweit auf vielen Bühnen zu sehen. Ich habe vor einiger Zeit hier im Bass Museum einen alten Stingray aus den Siebzigern und einen neueren Stingray Classic vorgestellt. Jetzt geht es um den Stingray Fünfsaiter. Als 1975 Leo Fender von seinen ehemaligen Fender-Mitarbeitern Tom Walker und George Fullerton gebeten wurde, ihr erfolgreiches Amp-Sortiment - von Fender schon als stiller Teilhaber mitentwickelt worden - um Gitarre und Bass zu erweitern, entwarf er die Stingray Gitarre und den Stingray Bass. Der Zeitpunkt war günstig; nachdem er seinen Betrieb und die Marke Fender 1965 an CBS verkauft hatte, lief 1975 die vertraglich vereinbarte Sperre aus. Das Gitarrenmodell kam bei den Musikern nicht so gut an wie der Stingray bei den Bassisten. Mittlerweile ist er ein Klassiker geworden wie die klassischen Fender Bass Modelle Precision und der Jazz Bass.



Music Man Stingray 5 in Blueburst 1988 Liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich einen wunderschönen und seltenen Music Man Stingray 5 vorstellen. Der große Erfolg von Music Man-Bässen ist weltweit auf vielen Bühnen zu sehen. Ich habe vor einiger Zeit hier im Bass Museum einen alten Stingray aus den Siebzigern und einen neueren Stingray Classic vorgestellt. Jetzt geht es um den Stingray Fünfsaiter. Als 1975 Leo Fender von seinen ehemaligen Fender-Mitarbeitern Tom Walker und George Fullerton gebeten wurde, ihr erfolgreiches Amp-Sortiment - von Fender schon als stiller Teilhaber mitentwickelt worden - um Gitarre und Bass zu erweitern, entwarf er die Stingray Gitarre und den Stingray Bass. Der Zeitpunkt war günstig; nachdem er seinen Betrieb und die Marke Fender 1965 an CBS verkauft hatte, lief 1975 die vertraglich vereinbarte Sperre aus. Das Gitarrenmodell kam bei den Musikern nicht so gut an wie der Stingray bei den Bassisten. Mittlerweile ist er ein Klassiker geworden wie die klassischen Fender Bass Modelle Precision und der Jazz Bass.

Soundfiles

sf_ico_s Music Man Stingray 5 1988

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sf_ico_s Music Man Stingray 5 1988, Einzelsaiten

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sf_ico_s Music Man Stingray 5 1988, slap

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sf_ico_s Music Man Stingray 5 1988, Soundswitch up and down and back

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Mit seiner eigenen, von Music Man unabhängigen Firma CLF Research, eine Abkürzung von Clarence Leo Fender, baute Leo bis 1980 die erfolgreichen Stingray Bässe und ab Ende 1978 den Sabre Bass, der mit zwei Tonabnehmern bestückt war und der erst kürzlich wieder aus der Versenkung geholt wurde. Er trennte sich auch von dieser Company und gründete mit George Fullerton die neue Firma G&L, wo er ähnliche Modelle wie zuvor für Music Man baute. Es war aber für ihn und seine Kollegen schwer, an die alten Erfolge von Music Man anzuknüpfen. In den achtziger Jahren überrollten die Japaner weltweit mit ihren top verarbeiteten Instrumenten von Yamaha bis Ibanez den Markt und bescherten den traditionellen amerikanischen Herstellern spürbare Absatzsorgen. Die hochpreisigen Instrumente aus den USA konnten kaum mithalten mit den sauber verarbeiteten und vor allem preislich erschwinglicheren Gitarren und Bässe aus Asien.
Nachdem in dieser Zeit viele Kundenbeschwerden wegen mangelnder Qualität der CLF/Music Man-Basshälse eingegangen waren, sah Tom Walker, der Geschäftsführer von Music Man, keinen anderen Ausweg, als die Firma an den erfolgreichen Saitenhersteller Ernie Ball zu verkaufen. Das geschah am 7. März 1984. Die letzten, nun von Grover Jackson (Jackson Guitars) für Music Man gebauten Bässe, wiesen zu diesem Zeitpunkt leider ein mäßiges Fertigungsniveau auf. Ich hatte einige Bässe dieser Jahrgänge in der Hand, die mich nicht so richtig überzeugten. Auch soundlich waren diese Bässe mit denen aus den siebziger Jahren überhaupt nicht zu vergleichen. Ich bin ja seit Juni 1979 immer begeisterter Fan des Music Man Stingray und hoffte auf bessere Zeiten.



Ein Lichtblick waren dann die ersten Ernie Ball Stingray Bässe mit ihren frischen Korpusfarben und den teilweise schönen durchsichtigen Pickguards. Einige positive Veränderungen waren leicht auf den ersten Blick zu erkennen: der Korpus erhielt ein praktisches Shaping an der Armauflage, was vorher nur die Sabres hatten. Der Hochglanzlack auf den Hälsen war jetzt durch einen Mattlack ersetzt worden. Die Nitrolacke bei den alten Bässen konnten bei erhöhter Temperatur durch die Scheinwerfer auf den Bühnen unangenehm stumpf werden und sich dabei abspielen. Dieses Problem hat man bei Ernie Ball besser gelöst!
Nach gut zwei Jahren der Stingray Wiedergeburt durch Ernie Ball wurde 1987 der 5-Saiter vorgestellt. Doch nach der anfänglichen allgemeinen Skepsis bei den Bassisten jener Zeit Fünfsaitern gegenüber hat sich der Stingray 5 doch zu einen der erfolgreichsten 5-Saiter Bässe der Welt entwickelt. Erhältlich waren die Stingray 5 anfangs in einem transparenten Rot, einem rötlichen Sunburst (ohne Schwarz), in Natur, Schwarz, Weiß und in den heute sehr gesuchten Sonderfarben wie z.B. dem Farbton „Peach“ mit einem Erle-Korpus. Einen Bass mit diesem super seltenen Finish spielte auch Sterling Ball im ersten Prospekt, sowie Tony Levin bei der Peter Gabriel Band. Eine ebenfalls sehr gesuchte Farbe dieser ersten Produktion ist das hier gezeigte Blueburst. Ich habe in den vielen Jahren nur Benny Bendorf mit so einem blauen Stingray 5 gesehen. Diesen Bass spielte er von 1987 bis zu seinem Ausstieg bei der James Last Band im Jahr 2006. In einer der nächsten Ausgaben kommt noch ein ausführliches Interview mit Benny in Hamburg über seine Arbeit als Bassist und über seine Tätigkeit bei seinem langjährigen Arbeitgeber James Last, der jetzt gesundheitsbedingt mit 85 Jahren seine Abschiedstournee spielt.



Laut Prospekt ist der Korpus der Blueburst Stingray 5 Bässe aus Pappel. Doch hier ist der Body aus leichtem Swamp Ash. Es ist echt schwer, wirklich leichte Stingray 5 zu fi nden. Die meisten bringen durch die Korpusmasse stolze fünf Kilo auf die Waage. Das ist bei langen Musikabenden im Studio oder auf der Bühne nicht gerade angenehm. Daher ist es sehr erfreulich, dass dieses blaue Bass-Schätzchen mit nur 4,5 kg daher kommt. Anfangs konnte ich mich nicht mit diesen neuen 5-Saiter Bässen und der doch sehr ungewohnten Spieltechnik anfreunden. So erging es auch vielen Kollegen, die ebenfalls dachten, diese Modeerscheinung wäre bald wieder passé. Wie wir aus heutiger Sicht wissen, lagen wir damals mit unserer Einschätzung völlig daneben und 5-Saiter Bässe sind überhaupt nicht mehr aus der Musik wegzudenken. Irgendwann habe ich mich auch mit einem Stingray 5 anfreunden können. Ich hatte einige Modelle mit den späteren, bunten Metalliclackierungen, war aber immer auf der Suche nach einem Peach oder Blueburst Farbton. Im Sommer hat mich dann oft in der Abenddämmerung die ähnliche Himmelsfärbung an meinen noch offenen Basswunsch erinnert. Ausgerechnet im schönen Köln habe ich diesen sehr gut erhaltenen 1987/88 Stingray 5 in Blueburst ausfindig gemacht.
Es gibt zu den später gebauten Modellen doch einige kleine Unterschiede zu vermerken. Die Halsverschraubung ist noch ohne Music Man Logo. Das Batteriefach ist noch mit dem Metalldeckel ausgestattet und nicht, wie bei den jüngeren Modellen, mit dieser Klapp- und Einrast- Funktion. Die Seriennummer ist nicht hinten auf der Halsplatte, sondern vorne auf der Brücke vor den Saitenreitern eingestanzt. Erfreulich ist, dass der Hals damals noch durchgehend in dem DT Mattlack lackiert wurde. Dieses wurde schon kurze Zeit später geändert und nur noch die Kopfplatte erhielt dieses matte Finish. In einer alten Presseerklärung hieß es, die Behörden in den USA hätten den Umweltschutz verschärft und dieser Lack dürfte nur in einem begrenzten Umfang verarbeitet werden. Heute gibt es ja wieder komplett lackierte Hälse bei den Classic Serien und sogar einige Hälse in den Korpus-Metalliclackierungen.



Bei diesem DT Mattlack ist das alles besser geschützt und fühlt sich nach vielen Jahren der Benutzung immer noch geschmeidig an. Dieser Bass ist mit einem Palisandergriffbrett ausgestattet, doch es gibt auch viele mit Ahorngriffbrettern. Bei den Ahornhälsen hatte ich immer das Gefühl, sie wären in der gesamten Halsform etwas fülliger, als die mit Palisander Griffbrettern. Der Sound von diesem blauen Stingray ist umwerfend, wie ihr anhand der Soundclips leicht feststellen werdet. Die Pole-Pieces der Pickups sehen auch noch anders aus als bei den Stingrays aus den Siebzigern. Heute sind die Pole auf dem Humbucker abgerundeter. Das Gehäuse des Tonabnehmers hat jetzt eine leicht veränderte Form.
Der 3-Wege Soundwahlschalter ist der gleiche geblieben. Ebenfalls identisch sind die Elektronik und die Dreiband-Klangreglung mit Master Volume, Höhen, Mitten und Bass Anhebung bzw. Absenkung.



Die Pickguards, ob sie nun schwarz oder weiß waren, wiesen anfangs alle dieselbe matte Oberfl äche auf. Dadurch sind Kratzer vom Gebrauch des Plektrums oder Spuren vom Slapping nicht so leicht sichtbar, was ganz angenehm ist. Die geshapte Korpusform hat mir damals schon sehr gut gefallen und ich finde das gesamte Handling sehr ansprechend. Der Bass sitzt mit einem guten Gurt wie eine Lieblingsjacke, einfach perfekt!
Die Halsform dürfte vielen Bassisten gleich gefallen. Die ist auch über die Jahre relativ gleich geblieben. Heute ist sie minimal schlanker als noch vor Jahren. Aber das ist nicht so extrem zu spüren. Der Sound macht beim Einsatz in einer Band schnell klar, warum diese Bässe so erfolgreich sind. Dieser Klang macht sich bemerkbar, er trägt, ist hörbar und immer präsent. Alles was man so braucht, um eine Band zusammen zu halten. Auf Bühnen mit schlechter Akustik ist ein guter Music Man Bass ein wertvoller Begleiter und lässt einen nicht im Stich. Auf dem Bass kann man gezielt ins Soundbild eingreifen und kann störende Frequenzen absenken und fehlende Sounds anheben und verstärken. Die Mechaniken werden seit eh und je von Schaller gefertigt und zeigen deutlich, wie gut diese im täglichen Umgang mit dem Instrument harmonieren, zumal sie sehr gut zu stimmen sind. Grundsätzlich sind Music Man Bässe sehr stimmstabil und können auch im Winter ohne große Beeinträchtigungen zum Gig transportiert werden.



Es ist dem Genie Leo Fender zu verdanken, dass er schon damals beim Entwurf für den Stingray Bass die spätere Herstellung eines 5-Saiter ermöglichte. Zumal die Kollegen von Ernie Ball seine Ideen konsequent weiterentwickelt und diesen superben Stingray 5 Bass auf den Markt gebracht haben! Wer hätte es gedacht, dass genau dieses Modell einmal der erfolgreichste 5-Saiter in der Basswelt werden würde? Wer also auf der Suche ist nach einem 5-Saiter mit schöner Optik, guter Verarbeitung und einem perfekten Ton, sollte erstmal den Music Man Stingray 5 ausprobieren.

Bass Professor 2/2015 Ausgabe 79, 2015-04-08



Bass Talk


  • Ida Nielsen beim diesjährigen FEEL THE BASS am 15. Oktober in Mannheim.



     

  • 5. bis 8. April 2017 Mittwoch bis Samstag, 10 bis 18 Uhr Westgelände der Messe Frankfurt
    Prolight + Sound: 4. bis 7. April 2017  

  • Stanley Clarke, Montag, 7.11.2016, Leverkusener Jazztage. 18:30 Uhr
    Der vierfache Grammy-Preisträger Stanley Clarke gilt mit seiner über 40-jährigen Karriere als unbestrittene „lebende Legende“ und als zentraler Akteur der amerikanischen Musikkultur. Weiterlesen...

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Strings:

5-saiter Bässe

Test:
SR2000, Signature Series, Blue Steel, Blue Steel Nickel Plated, Helix SS, Helix NPS
Obwohl man bei Dean Markley bereits seit 1972 Saiten produziert, zählte das Unternehmen nie zu
den Riesen in der Branche. Dennoch hat Dean Markley gerade für uns Bassisten ein paar bemerkenswerte
Drähte im Angebot.

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